„Jetzt ist er von uns gegangen.“ Man sagt das so dahin, fast automatisch, wie man eben Dinge sagt, für die es keine wirklich guten Worte gibt. Aber mal ehrlich: Wohin denn? Diese Frage bleibt im Raum stehen, auch wenn wir sie höflich überhören.
Genau darum geht es am Ewigkeitssonntag. Keine schönen Umschreibungen, keine Vertröstung – sondern der ehrliche Mut, die Frage auszuhalten, sich dem zu stellen, was wir sonst verdrängen und sich doch nicht verdrängen lässt.
Der Gottesdienst lädt genau dazu ein. Und die Antwort, die das Evangelium darauf gibt, nicht nur zu kennen, sondern sie für sich selbst zu hören – ganz persönlich.
Dazu gehört an diesem Tag noch etwas Konkretes: Die Namen derer, die im vergangenen Kirchenjahr gestorben sind, werden verlesen und ihrer gedacht. Kein stilles Gedenken im Vorbeigehen, sondern ein Name, ein Innehalten, eine Fürbitte – für sie und für die, die sie vermissen.

